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Schlagwort: Manöver

Reforger Bilder

Reforger Bilder

Hier wieder einmal ein paar Bilder von Manövern der US Army. Die Aufnahmen sind wahrscheinlich zwischen den Jahren 1971 bis 1973 in der südlichen Gegend von Würzburg entstanden. (Landshut, Crailsheim, Bad Mergentheim usw.).

Schön zu erkennen sind die M109 in Gefechtsstellung, die Sheridan M551 beim Vorrücken im Gelände, der Gama Goat M561 mit Seilweinde und mit der MASSTER-Tarnung (im Hintergrund ein Mutt A1 und A2 sowie wahrscheinlich ein M60 Panzer), ein Gama Goat M561 in Olive Drab und ein Ford Mutt M151 A1 mit interessanten Blinkern.

Übrigens, zur oben beschriebenen MASSTER-Tarnung:
MASSTER steht für Modern Army Sensor Systems Test Evaluation and Review.

© Copyright für Bilder: Hans Stenzel

Die US Army in Dippach (Eltmann)

Die US Army in Dippach (Eltmann)

Hier wieder ein mal ein paar Bilder vom großen Reforger-Manöver (Reforger 2) aus dem Jahr 1970. Auf den Bildern kann man sehr gut den M151  A1 (Ford Mutt), die M113 und die M60 sehen. Zum ersten Mal kam auch die Cobra zum Einsatz (in Vietnam zu diesem Zeitpunkt schon im Einsatz). Durch die Phamtom 2 der Canadian Airforce wurde ein Angriff mit Bombenabwurf simuliert.

© Copyright für Bilder: Hans Stenzel

Bilder vom Reforger II Manöver vom 13. – 23.10.1970

Bilder vom Reforger II Manöver vom 13. – 23.10.1970

Hier habe ich tolle Bilder von einem Profi erhalten, der bereits in den 60igern angefangen hat diverse Manöver der US-Army zu fotografieren. Das Beste an den Bildern ist, dass alle klar und deutlich sind.

Die Bilder wurden zwischen dem 13. und 23. Oktober 1970 gemacht, damals war das große Reforgermanöver. Genauer gesagt müssten die Aufnahmen vom 16. oder dem 19. Oktober 1970 stammen. Am 16. Oktober war die Generalprobe, also das Übungsmanöver. Am 19. Oktober war das große Manöver mit Attacken aus der Luft usw.

© Copyright für Bilder: Hans Stenzel

Der „Reforger-Krieg“ war gottlob nur ein lauter Krach – Teil 1

Der „Reforger-Krieg“ war gottlob nur ein lauter Krach – Teil 1

NATO-Prominenz beim Manöver am Südufer des Mains:
Generalsekretär Brosio und General Westmoreland

R o ß s t a d t. Krieg in gottlob nur angedeuteter Form spielte sich gestern vormittag im Maintal von Roßstadt nach Norden in Richtung Talränder zwischen Stettfeld und Staffelbach ab, als die erste amerikanische Infanterie-Division im Rahmen des NATO-Manövers „Reforger“ den Auftrag hatte, den aus „Orangenland“ eingedrungenen Gegner, der das Gebiet nördlich des Mains zwischen Bamberg und Haßfurt erreicht hatte, nach der Bildung eines Brückenkopfes zurückzuwerfen und die „international anerkannten Grenzen“ wiederherzustellen. Neben einem eindrucksvollen militärischen Schauspiel war auch die Teilnahme höchster NATO-Vertreter von Bedeutung.

    Auf der Stahlrohrtribüne, die unmittelbar am Flußufer errichtet worden war, hatte gegen 10 Uhr NATO-Generalsekretär Brosio, US-Oberkommandierender General Westmoreland, Vier-Sternegeneral Polk, der Generalinspekteuer der Bundeswehr, General de Maziére, und weitere rund 50 Generäle aus den NATO-Ländern Platz genommen. Neben Fernsehen und Wochenschau waren rund 150 Journalisten erschienen, um diesen gigantischen Aufmarsch zum Abschluß des seit Wochen laufenden Manövers in Wort und Bild festzuhalten. Aus allen umliegenden Gemeinden und Städten waren die Bewohner herbeigeeilt, um sich dieses Schauspiel nicht entgehen zu lassen.

Die Flur wurde niedergewalzt

    Roßstadts Bürgermeister Hr. Wirth brauchte nicht um einen 80prozentigen Manöverschaden auf den Feldern seiner Gemeindeflur zu bitten. Tausende von Fahrzeugen hatten schon in den letzten Tagen dafür gesorgt, dass die Felder auf der südlichen Mainseite niedergewalzt worden waren. Sein Kollege von der anderen Seite, Bgm. Fritz Weschenfelder aus Stettfeld, der neben Landrat Walter Keller, Bgm. Alfons Höfner, Amtmann Kampmann und zahlreiche Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens auf der Tribüne saß, konnte mit zusehen, wie im Verlauf der Übung nicht nur der Berg im Osten der Gemeinde in Flammen aufging, sondern wie auch seine Flur von den Fahrzeugen der Divison umgepflügt wurde.

    Die erste US-Division mit Ihrem Heimatstandort in Fort Raily in Kansas trägt um ihr Wappen mit der großen roten 1 den stolzen Spruch „No mission too difficult, no sacrifice too great – Kein Auftrag zu schwierig, kein Opfer zu groß“. Nun, man muß als Manövergast der siebziger Jahre sagen, daß die Technik dem Soldaten viel abnimmt.  Die Opfer für derartige Übungen, um an den Wahlspruch der Division zu erinnern, werden ja von den Steuergeldern der Bürgern in den NATO-Ländern gebracht. Daß dabei Millionen aufgewendet werden müssen, ist selbstverständlich, wenn man allein bedenkt, welche Unmengen von Treibstoffen durch die Fahrzeuge verbraucht werden.

    Von der Stahlrohrtribüne rollte dann das Geschehen ab. Brigardegeneral Mitchell erklärte den ganzen Manöververlauf und stellte den Besuchern einzelne Fahrzeuge, Waffen und Geräte vor.

Zum 2. Teil von: Der „Reforger-Krieg“ war gottlob nur ein lauter Krach

Hassfurter Tagblatt vom 20. Oktober 1970

Quelle: Hassfurter Tagblatt

Der “Reforger-Krieg” war gottlob nur ein lauter Krach – Teil 2

Der “Reforger-Krieg” war gottlob nur ein lauter Krach – Teil 2

Zum 1. Teil von: Der „Reforger-Krieg“ war gottlob nur ein lauter Krach

Wilde Hornissen im Angriff

    Mit einem Starfighter-Angriff der „Royal Canadian Air Force“ auf die Höhen nördlich es Tales begann die Übung. Gewaltige Detonations-Darstellungen, die durchaus den Eindruck von Napalm-Bomben erweckten, riefen Brände und dicke Rauchwolken am Talhang hervor. Immer wieder stürzten sich die Düsenmaschinen in rasendm Flug auf den „Orangen“-Feind. Der Lärm in der Luft wurde noch durch Krachen am Boden ergänzt. Aus den Uferböschungen, aus dem Main selbst und aus den Feldern jenseits des Flusses stiegen die „Einschläge“ von Artillerie empor, mit denen man das Übesetzten der Division vorbereitete.

    Wie wilde Hornissen stürzten sich dann Kampfhubschrauber vom Typ „Cobra, die erstamls in Europa vorgestellt wurden, auf den imaginären Feind. Auch der Beobachtungshubschrauber „Kiowa“, eine Neukonstruktion, wurde in Aktion gezeigt. Die Art des unmittelbaren Hubschraubereinsatzes in der Kampflinie ist neu und wurde von den Amerikanern vornehmlich in Vietnam erprobt.

Eine Brücke in 17 Minuten

    Mit der Durchquerung des Flusses schafften Amphibienpanzer den ersten Brückenkopf, während aus Hubschrauber Mannschaften abgesetzt wurden. Ein Schwimmpanzer faßt neben der Besatzung noch neun Soldaten, die mit Infanteriewaffen ausgerüstet sind. Augenblicke später begannen die Spezialfahrzeuge in den Fluß zu rollen, um den Brückenschlag zu beginnen. Gleichzeitig bezogen Luftabwehreinheiten ihre Stellungen an beiden Ufern.

    Nach 17 und 22 Minuten waren die Brückenköpfe fertiggestellt, so daß das eigentliche Übersetzen der Division beginnen konnte. An der Spitze rollten M-60-Panzer auf die rechte Mainseite und nahmen die gegnerischen Stellungen unter Beschuß.

    Mit einer kurzen Darstellung der Möglichkeiten des Einnebelns wurde bekanntgegeben, daß die Kompanie in der Lage sei, eine Fläche von 24 qkm zu vernebeln.

    Zum Schluß des Manövers stellten sich die Generäle Westmoreland und de Meziére den Fragen der Journalisten, während der „NATO-Zivilist“ Brosio bescheiden im Hintergrund und fast kaum beachtet blieb. Westmoreland brachte zum Ausdruck, daß es sich zwar um ein NATO-Manöver gehandelt habe, die Amerikaner jedoch den Hauptanteil der Truppe gestellt hätten. Man habe außerdem die kriegsmäßige Darstellung auf die beschränkten Möglichkeiten reduzieren müssen, die ein besiedeltes Gebiet zulasse.

Hassfurter Tagblatt vom 20. Oktober 1970

Quelle: Hassfurter Tagblatt

Ein amerikanischer GI und ein deutscher Junge vor der Brücke

Ein amerikanischer GI und ein deutscher Junge vor der Brücke

Heute habe ich ein Bild bekommen, auf dem ein deutscher Junge und ein amerikanischer GI zu sehen sind. Da im Hintergrund die neue Flutbrücke in Hassfurt zu sehen ist kann davon ausgegangen werden, dass diese Aufnahme aus dem Jahr 1962 stammt (die Flutbrücke wurde im Jahr 1961 gebaut).

Deutsch-Amerikanische Freundschaft

Bild 1 von 1

Hier der Handschlag eines GI`s mit einem deutschen Jungen, scheinbar ein Bub aus Hassfurt. Die Aufnahme müsste aus dem Jahre 1962 stammen, da im Hintergrund bereits die neue Flutbrücke zu sehen ist.

Im Manövergebiet lauern viele Gefahren

Im Manövergebiet lauern viele Gefahren

Am Montag Höhepunkt der „Kampfhandlungen“ – Gestern Probe

S t e t t f e l d – D i p p a c h. Zum Schauplatz eines konzentrierten Einsatzes der Manövereinheiten der US-Armee, der sich am heutigen Freitag wiederholen wird, wurde beim großen NATO-Manöver „Reforger II“ gestern der Raum Roßstadt, Dippach und Stettfeld, als erstmals für das eigentliche Übersetzungsmanöver und den Brückenschlag über den Main das gesamte Unternehmen unter Einsatz von schweren Panzern, sonstigen Kettenfahrzeugen und Einheiten durchexerziert wurde.

    Die am Manöver beteiligten US-Einheiten proben dabei für den eigentlichen Brückenschlag am Montag und die damit zusammenhängenden Kampfhandlungen, die sich vor zahlreichen NATO-Generälen und Gästen abspielen werden. Die Truppen, durch zahlreiche Schwimmpanzer unterstützt, stoßen jeweils aus den Standorten im Steigerwald in das Maintal vor, überqueren über 2 Pontonbrücken und in den Schwimmpanzern den Main, um dann in Richtung Stettfeld, Staffelbach und Baunach das Kampfgeschehen in das Gebiet nördlich von Bamberg zu verlagern.

    Dieser Vorstoß vollzieht sich während starker Hubschrauberangriffe und der Tiefflüge von Düsenjägern, deren Bombenabwürfe durch automatisch gezündete Sprengsätze in dem Übungsraum und an den „Brückenköpfen“ angedeutet wurden. Gestern wurde nicht nur der Düsenjägerangriff geflogen, sondern auch der Einsatz von mehr als 70 Hubschraubern demonstriert, von denen ein Teil im Manöverraum landete. Auf der Bundesstraße 26 und auf den Staatsstraßen  Staffelbach – Stettfeld und Stettfeld – Baunach gab es während des Vorstoßes der Manövertruppen erhebliche Verkehrsbeschränkungen, wiel diese Straßen für die Manöverfahrzeuge gesperrt werden mussten. So ergaben sich Wartezeiten bis zu einer halben Stunde. Polizeihauptmeister Wagner als derzeitiger Inspektionsleiter befand sich mit allen seinen verfügbaren Beamten im Manövergebiet, um zusammen mit den Angehörigen der US-Militärpolizei die schwierige Verkehrsregelung zu übernehmen.

    Die Polizei wiederholt nochmals eindringlich den Aufruf, das Manövergebiet nach Möglichkeit überhaupt zu meiden. Auch die Landwirte im Zentrum des Manövergebietes werden aufgefordert, zu Hause zu bleiben und auch keine Feldarbeiten durchzuführen, weil sie sich dabei in ernste Gefahr begeben. Heute ist bei der Wiederholung des Vorstoßes und des Rückmarsches in  die Ausgangsstellungen erneut mit Straßensperrungen zu rechnen, weshalb die Bundesstraße und die Staatsstraße Stettfeld – Staffelbach zumindest zwischen 10 und 11.30 Uhr gemieden werden sollten.

    Große Sorgen hat die Polizei vor allen wegen der Sprengsätze, die in der Landschaft verteilt sind und deren Wirkung offensichtlich unterschätzt wird. Gestern musste bei Stettfeld ein Mann um sein Leben rennen, als ein Satz plötzlich automatisch gezündet wurde.

    Die Bauern in den Gemeinden Stettfeld, Dippach und Roßstadt sind bereits aufgefordert worden, heute und am Montag in der Zeit von 9 bis 15 Uhr keine Feldarbeiten durchzuführen. Bei dem konzentrierten Einsatz von Hubschraubern muß immer mit einem Unfall gerechnet werden.

    Der Höhepunkt des Manövers in unserem Raum wird am Montag erwartet, da an diesem Tag der eigentliche Brückenschlag stattfinden wird. Der erste Angriff ist gegen 10.30 Uhr vorgesehen. Anschließend werden dann sämtliche Manövertruppen bei Dippach über den Main gehen und sich aus dem Landkreis Haßfurt in Richtung Bamberg und Grafenwöhr absetzen. An diesem Hauptkampftag ist deshalb größte Vorsicht geboten.

Hassfurter Tagblatt vom 16. Oktober 1970

Quelle: Hassfurter Tagblatt