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Monat: April 2009

Hurra, hurra der TÜV war da

Hurra, hurra der TÜV war da

Letzten Donnerstag war der TÜV dann endlich da und hat alle Fahrzeuge abgenommen mit H-Gutachten und Hauptuntersuchung. Das mit dem TÜV ist ja immer so eine Sache, da hat man ein gewisses kribbeln im Bauch. Aber zum Glück war ein netter Prüfer da. Auch bei meinem Mutt habe ich die Hauptuntersuchung machen lassen, die eigentlich im Mai fällig war.

Hier ein paar Bilder von den Fahrzeugen:

Vorgänger der MRE – die C-Ration der US-Army

Vorgänger der MRE – die C-Ration der US-Army

Durch Zufall und mit etwas Glück bin ich an einen großen Karton C-Ration der US-Army gekommen. Dank eines Bekannten konnte ich mir die US-Verpflegung endlich zulegen, nochmal vielen Dank Elmar. Die C-Ration wurde im Juli 1977 verpackt, ist also mittlerweile 32 Jahre alt.

Der großer Karton C-Ration besteht aus 12 Unterkartons. Die kleineren Kartons werden jeweils mit B-1 UNIT , B-2 UNIT und B-3 UNIT bezeichnet. Folgender Inhalt ist in den kleinen Kartons (zusätzlich: 1 Löffel und 1 Accessory Packet*):

  • B-1 UNIT, Hauptgericht: Tuna Fish
    incl. Crackers and Candy, Peanut Butter + Quartered Pears
  • B-1 UNIT, Hauptgericht: Ham and Eggs, Chopped 
    incl. Crackers and Candy, Peanut Butter + Quartered Pears
  • B-1 UNIT, Hauptgericht: Beef with Spiced Sauce
    incl. Crackers and Candy, Peanut Butter + Apricots
  • B-1 UNIT, Hauptgericht: Pork Slices with Juices
    incl. Crackers and Candy, Peanut Butter + Apricots

 

  • B-2 UNIT, Hauptgericht: Beef Slices and Potatoes with Gravy
    incl. Crackers and Cocoa Beverage Powder, Jam Grape + Fruit Cake
  • B-2 UNIT, Hauptgericht: Beans with Frankfurter Chunks in Tomato Sauce
    incl. Crackers and Cocoa Beverage Powder, Jam Apricot + Nut Roll Cake
  • B-2 UNIT,  Hauptgericht: Beans with Meat Balls in Tomato Sauce
    incl. Crackers and Cocoa Beverage Powder, Jam Pineapple + Pound Cake
  • B-2 UNIT,  Hauptgericht: Spagetti with Beef Chunks in Sauce
    incl. Crackers and Cocoa Beverage Powder, Jam Blackberry + Nut Roll Cake

 

  • B-3 UNIT,  Hauptgericht: Beef with Spiced Sauce
    incl. Crackers and Candy, Cheese Spread Cheddar + Sliced Peaches
  • B-3 UNIT, Hauptgericht: Turkey Loaf
    incl. Crackers and Candy, Cheese Spread Cheddar + Sliced Peaches
  • B-3 UNIT, Hauptgericht: Ham Sliced Cooked with Juices
    incl. Crackers and Candy, Cheese Spread Cheddar + Fruit Cocktail
  • B-3 UNIT, Hauptgericht: Turkey Boned
    incl. Crackers and Candy, Cheese Spread Cheddar + Fruit Cocktail

* Inhalt des Accessory Packet: Matches, Chewing Gum, Toilet Paper, Coffee (Instant), Cream (Substitiute), Sugar, Salt.

Der TÜV und die US-Army

Der TÜV und die US-Army

Gestern haben wir diverse Fahrzeuge in meine Halle gestellt, da diese eine Zulassung benötigen und wir den TÜV kommen lassen. Alle Fahrzeuge benötigen eine komplette Abnahme sowie ein Gutachten für ein H-Kennzeichen. Nächste Woche am Dienstag ist es soweit, dann werden wir sehen was der TÜV-Ingenieur mit den Fahrzeugen zmachen wird. Wir hoffen natürlich, dass alles glatt geht und jedes Fahrzeug die notwendigen Papiere für die Zulassung erhält.

Der „Reforger-Krieg“ war gottlob nur ein lauter Krach – Teil 1

Der „Reforger-Krieg“ war gottlob nur ein lauter Krach – Teil 1

NATO-Prominenz beim Manöver am Südufer des Mains:
Generalsekretär Brosio und General Westmoreland

R o ß s t a d t. Krieg in gottlob nur angedeuteter Form spielte sich gestern vormittag im Maintal von Roßstadt nach Norden in Richtung Talränder zwischen Stettfeld und Staffelbach ab, als die erste amerikanische Infanterie-Division im Rahmen des NATO-Manövers „Reforger“ den Auftrag hatte, den aus „Orangenland“ eingedrungenen Gegner, der das Gebiet nördlich des Mains zwischen Bamberg und Haßfurt erreicht hatte, nach der Bildung eines Brückenkopfes zurückzuwerfen und die „international anerkannten Grenzen“ wiederherzustellen. Neben einem eindrucksvollen militärischen Schauspiel war auch die Teilnahme höchster NATO-Vertreter von Bedeutung.

    Auf der Stahlrohrtribüne, die unmittelbar am Flußufer errichtet worden war, hatte gegen 10 Uhr NATO-Generalsekretär Brosio, US-Oberkommandierender General Westmoreland, Vier-Sternegeneral Polk, der Generalinspekteuer der Bundeswehr, General de Maziére, und weitere rund 50 Generäle aus den NATO-Ländern Platz genommen. Neben Fernsehen und Wochenschau waren rund 150 Journalisten erschienen, um diesen gigantischen Aufmarsch zum Abschluß des seit Wochen laufenden Manövers in Wort und Bild festzuhalten. Aus allen umliegenden Gemeinden und Städten waren die Bewohner herbeigeeilt, um sich dieses Schauspiel nicht entgehen zu lassen.

Die Flur wurde niedergewalzt

    Roßstadts Bürgermeister Hr. Wirth brauchte nicht um einen 80prozentigen Manöverschaden auf den Feldern seiner Gemeindeflur zu bitten. Tausende von Fahrzeugen hatten schon in den letzten Tagen dafür gesorgt, dass die Felder auf der südlichen Mainseite niedergewalzt worden waren. Sein Kollege von der anderen Seite, Bgm. Fritz Weschenfelder aus Stettfeld, der neben Landrat Walter Keller, Bgm. Alfons Höfner, Amtmann Kampmann und zahlreiche Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens auf der Tribüne saß, konnte mit zusehen, wie im Verlauf der Übung nicht nur der Berg im Osten der Gemeinde in Flammen aufging, sondern wie auch seine Flur von den Fahrzeugen der Divison umgepflügt wurde.

    Die erste US-Division mit Ihrem Heimatstandort in Fort Raily in Kansas trägt um ihr Wappen mit der großen roten 1 den stolzen Spruch „No mission too difficult, no sacrifice too great – Kein Auftrag zu schwierig, kein Opfer zu groß“. Nun, man muß als Manövergast der siebziger Jahre sagen, daß die Technik dem Soldaten viel abnimmt.  Die Opfer für derartige Übungen, um an den Wahlspruch der Division zu erinnern, werden ja von den Steuergeldern der Bürgern in den NATO-Ländern gebracht. Daß dabei Millionen aufgewendet werden müssen, ist selbstverständlich, wenn man allein bedenkt, welche Unmengen von Treibstoffen durch die Fahrzeuge verbraucht werden.

    Von der Stahlrohrtribüne rollte dann das Geschehen ab. Brigardegeneral Mitchell erklärte den ganzen Manöververlauf und stellte den Besuchern einzelne Fahrzeuge, Waffen und Geräte vor.

Zum 2. Teil von: Der „Reforger-Krieg“ war gottlob nur ein lauter Krach

Hassfurter Tagblatt vom 20. Oktober 1970

Quelle: Hassfurter Tagblatt

Der “Reforger-Krieg” war gottlob nur ein lauter Krach – Teil 2

Der “Reforger-Krieg” war gottlob nur ein lauter Krach – Teil 2

Zum 1. Teil von: Der „Reforger-Krieg“ war gottlob nur ein lauter Krach

Wilde Hornissen im Angriff

    Mit einem Starfighter-Angriff der „Royal Canadian Air Force“ auf die Höhen nördlich es Tales begann die Übung. Gewaltige Detonations-Darstellungen, die durchaus den Eindruck von Napalm-Bomben erweckten, riefen Brände und dicke Rauchwolken am Talhang hervor. Immer wieder stürzten sich die Düsenmaschinen in rasendm Flug auf den „Orangen“-Feind. Der Lärm in der Luft wurde noch durch Krachen am Boden ergänzt. Aus den Uferböschungen, aus dem Main selbst und aus den Feldern jenseits des Flusses stiegen die „Einschläge“ von Artillerie empor, mit denen man das Übesetzten der Division vorbereitete.

    Wie wilde Hornissen stürzten sich dann Kampfhubschrauber vom Typ „Cobra, die erstamls in Europa vorgestellt wurden, auf den imaginären Feind. Auch der Beobachtungshubschrauber „Kiowa“, eine Neukonstruktion, wurde in Aktion gezeigt. Die Art des unmittelbaren Hubschraubereinsatzes in der Kampflinie ist neu und wurde von den Amerikanern vornehmlich in Vietnam erprobt.

Eine Brücke in 17 Minuten

    Mit der Durchquerung des Flusses schafften Amphibienpanzer den ersten Brückenkopf, während aus Hubschrauber Mannschaften abgesetzt wurden. Ein Schwimmpanzer faßt neben der Besatzung noch neun Soldaten, die mit Infanteriewaffen ausgerüstet sind. Augenblicke später begannen die Spezialfahrzeuge in den Fluß zu rollen, um den Brückenschlag zu beginnen. Gleichzeitig bezogen Luftabwehreinheiten ihre Stellungen an beiden Ufern.

    Nach 17 und 22 Minuten waren die Brückenköpfe fertiggestellt, so daß das eigentliche Übersetzen der Division beginnen konnte. An der Spitze rollten M-60-Panzer auf die rechte Mainseite und nahmen die gegnerischen Stellungen unter Beschuß.

    Mit einer kurzen Darstellung der Möglichkeiten des Einnebelns wurde bekanntgegeben, daß die Kompanie in der Lage sei, eine Fläche von 24 qkm zu vernebeln.

    Zum Schluß des Manövers stellten sich die Generäle Westmoreland und de Meziére den Fragen der Journalisten, während der „NATO-Zivilist“ Brosio bescheiden im Hintergrund und fast kaum beachtet blieb. Westmoreland brachte zum Ausdruck, daß es sich zwar um ein NATO-Manöver gehandelt habe, die Amerikaner jedoch den Hauptanteil der Truppe gestellt hätten. Man habe außerdem die kriegsmäßige Darstellung auf die beschränkten Möglichkeiten reduzieren müssen, die ein besiedeltes Gebiet zulasse.

Hassfurter Tagblatt vom 20. Oktober 1970

Quelle: Hassfurter Tagblatt